Pole of Communist Revival in France

  • 5/9/17 1:01 PM

Liebe Genossen,

Als Mitglied der Internationalen Kommission des PRCF, des Pols der Kommunistischen Renaissance in Frankreich, des PRCF, ich habe gesagt P-R-C-F, und im Namen des Genossen Léon Landini, President des PRCF, ehemaliger Offizier des kommunistischen Widerstands (FTP-MOI), von Frankreich und der UDSSR ausgezeichnet, im Namen von Pierre Pranchère, ehemaliger Widerstandskaempfer des FTPF, ehmaliger Abgeordneter, im Namen von Antoine Manessis, Sohn von franzoesischen und griechischen Widerstandskaempfern, im Namen von Georges Gastaud, Sohn eines Widerstandskaempfers, der von Frankreich und der Pologne ausgezeichnet wurde und nationaler Sekretaer des PRCF ist, im Namen all dieser Personen gruesse ich die Genossen Deutschlands, Russlands, Griechenlands und aller weiteren Laender, die heute den Sieg der Allierten ueber das entsetzliche Hitlerregime feiern, ein Sieg, der vor allem der Roten Armee und der Kommunisten aller Laender ist. Die Gedenkfeier an diesen Kampf faellt in eine Zeit, in der die Europaeische Union, aber auch die Sozial-Eurokratie und ihre Satelliten der Linken in Europa, denen Gregor Gysi und Pierre Laurent vorstehen, in unterschiedlichem Ausmass Ideen kultivieren, die einer antisovietischen Negierung vor dem Hintergrund der Nazifizierung der Ukraine entsprechen, aber auch einem Verbot der kommunistischen Parteien Osteuropas und zunehmender Kriegshetze gegen Russland. Wir danken unsere Genossen der KKE fuer ihre Initiative, die eine Speerspitze internationalistischen Handelns in Griechenland und Europa ist.

Wie so oft geht der Versuch, Kommunisten zu kriminalisieren mit der Rehabilitierung von Faschisten einher, die ueberall in Europa auf dem Vormarsch sind, wie auch in Kiev, wo von der Nato berufene Neonazis in der Regierung sitzen. So auch in den Baltischen Staaten, wo Nostalgiker der Waffen-SS frei ihre Paraden abhalten waehrend die russisch-sprachige Bevoelkerung diskriminiert wird. Und weiter kann man einen Bogen spannen ueber das Ungarn Orbans, und ueber das Polen der Kaczynki, wo der reaktionaere Klerus die Frauenrechte aufhebt und die kaempferischen Genossen der polnischen kommunistischen Partei verfolgt, fuer die der PRCF die Solidaritaet in Frankreich voranbringt.

In Deutschland ist es die Alternative fuer Deutschland, die den haesslichen moerderischen Rassismus wiederaufleben laesst. In Frankreich ist es der Faschismus von Marine le Pen, die sich an der Macht vergreift, in dem sie die Verzweiflung der Arbeiterklasse ausnutzt. Eine Verzweiflung, geschaffen durch Jahrzehnte der Zerstoerung sozialer Errungenschaften, der Zerstoerung staatlicher Industrien und der franzoesischen Souveraenitaet durch die parlamentarische Rechte und durch die sozialistische Partei (PS), wohingegen die kommunistische Partei seit langen den Marxismus-Leninismus verleugnet und damit dem generellen Rechtsruck der Gesellschaft Tor und Tuer oeffnet. Die franzoesische Praesidentschafts-Wahl hat zum Einen diesen Rechtsruck bestaetigt, mit den euro-atlantischen und Thatcheristischen Programmen von Fillon und Macron, sie hat zum Anderen hingegen einen wachsenden Drang der Bevoelkerung gezeigt, sich der EU und der NATO nicht zu unterwerfen.

Der PRCF entwickelt sein eigenes Programm eines fortschrittlichen Frexits, der vom Programm des Sozialismus in Frankreich nicht trennbar ist. Der PRCF hat daher entschieden, nicht teilnahmloser Zuschauer dieser wichtigen Wahl zu sein, in der alles daran gesetzt werden musste, den fortschrittlichen politischen Spielraum zu halten und zu erweitern, der durch die reaktionaeren Kraefte stark gefaehrdet ist. Der PRCF ist den Grundsaetzen und Prinzipien des 7. Kongresses der kommunistischen Internationale treu, die den Voelkern ermoeglicht hatten, sich gegen Hitler zu vereinen, und im Folgenden einen gigantischen Sprung hin zu einem europaeischen und globalen Sozialismus zu machen. Der PRCF arbeitet am Wiederaufbau einer wirklich kommunistischen Partei in Frankreich, ohne es schwindelerregenden Selbstdarstellungungen von Splitterparteien gleich zu tun. Er nennt sich nicht kommunistische Partei, verdient aber praktisch gesehen den Titel einer revolutionaeren Avantgarde der Arbeiterschaft. Des Weiteren arbeitet der PRCF an einer breiten antifaschistischen Front, patriotisch und oekologisch, was zwingend ist um das grosse Kapital zu isolieren. Der PRCF bereitet sich darauf vor, den linken Ausgang aus dem Euro, der EU und der NATO zu nehmen, die grossen Konfrontationen der Klassen anzugehen, die ein fortschrittlicher Frexit mit sich bringen wuerde, um damit - ohne gebetsmuehlenartige Gesaenge, die nichts kosten, sondern durch wirklich praktische Arbeit - dem franzoesichen Menschen Weg zum Sozialismus-Kommunismus zu oeffnen. Diese patriotische Arbeiter-Front sehen wir keineswegs als eine "Etappe" an, die die soziale Revolution vertagt, sondern als eine Abschussrampe der grossen Klassen-Auseinandersetzungen, die die konkrete Frage des revolutionaeren Bruchs mit der kapitalistischen Herrschaft aufwirft.

Aber dafuer ist und bleibt der ideologische Kampf entscheidend. Wie koennen die Kommunisten ihren Einfluss in der Arbeiterklasse zurueckgewinnen, um aus ihr erneut einen Motor der antimonopolistischen Front zu machen, wenn die Masse der Arbeiter, formatiert durch Schule und buergerliche Medien, der Idee anhaengt, dass der historische Kommunismus intrinsisch kriminell ist? Wie koennen die Kommunisten auf dem politischen und gewerkschaftlichen Terrain punkten, wenn sie der Kriminalisierung des Kommunismus gegenueber ideologisch untaetig bleiben, eine Kriminalisierung, die die Rehabilitation und die gesamteuropaeische Banalisierung der Reichs-Nostalgie ermoeglicht? Wie koennen sie erneut historische Initiative zeigen, wenn sie zulassen, dass die erste sozialistische Erfahrung, die dem 17. Oktober entsprang, daemonisiert wird? Wir sollten nicht vergessen, dass die kontrarevolutionaere Liquidierung der DDR und der Sovietunion (UdSSR) einerseits durch den intensiven militaristischen Druck des Imperialismus ermoeglicht wurde, der staendig die Destruktion der Menschlichkeit erpresst, aber andererseits auch durch den Opportunismus, den Revisionismus und die antisovietische Negierung innerhalb der kommunistischen Parteien. Dies fuehrte schlussendlich zu einer enormen weltweiten Niederlage fuer das Lager der Arbeit und des Fortschritts. Daher werden der PRCF und seine Freunde am 4. November in Paris den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution, und diesen dabei auch mit dem Jahrestag der kubanischen Revolution verknuepfen, denn der Monat Oktober faellt auch mit dem 60. Todestag des Che zusammen, sowie auch mit dem der franzoesisch-jakobinischen Revolution. Deren buergerlicher Charakter darf nicht vergessen lassen, dass sie es einer breiten Masse von Arbeitern ermoeglicht hat, auf den Lauf der Geschichte einzuwirken. Tatsaechlich hat sie sogar mit Gracchus Babeuf und seiner Konspiration fuer die Gleichheit den ersten Entwurf des modernen Kommunismus hervorgebracht.

Heute hingegen wollen die globalen reaktionaeren Kraefte, die das Gedenken an den Oktober und an den 9. Mai 1995 verzerren und ihre Jagdbeute im sovietischen Russland und in Griechenland, Wiege der Aufklaerung, sehen, heute wollen diese reaktionaeren Kraefte noch weiter gehen, um jede Form des Widerstands zu bremsen: In Frankreich stellt die Reaktion, dicht gefolgt von der im Umbau befindlichen Sozialdemokratie, die sozialen Errungenschaften in Frage, die 1945 von den kommunistischen Ministern Maurice Thorez, Marcel Paul und Ambroise Croizat durchgesetzt wurden. Und auch das reicht ihnen nicht mehr: Im gleichen Zuge untergraben die oligarchischen Kraefte des Kapitals die Souveraenitat des Staates und der Arbeiterschaft, die Einheit der Republik, den Laizismus des Staates und der Schulen, kurzum, das gesamte Erbe der Philosophie der Aufklaerung und der franzoesischen Revolution, gar nicht zu sprechen vom Erbe der Pariser Kommune. Im weltweiten Massstab zeichnet sich der aktuelle Kapitalismus durch ultrareaktionaere Zuege und eine exterministische Dimension aus, die uns zeigen, dass der Erhalt des Kapitalismus gesellschaftlich inkompatibel mit dem Ueberleben und der Weiterentwicklung der Humanitaet ist, und die den Weg zu einer Globalisierung der Kriege oeffnen. Gegen den faschistoiden Trump muss man nun die syrische Unabhaengigkeit, die Republiken des Donbass, des bolivarischen Venezuelas und der Koreanischen Arbeiterschaft verteidigen. Wir sollten vor allem den euro-atlantischen Imperialismus, der die buergerliche Macht Frankreichs zusammengeschweisst hat, von seinen bevorzugten Zielscheiben zu trennen. Und diese Zielscheiben sind die russischen, venezolanischen und chinesischen Voelker, unabhaengig davon, was man vom gegenwaertigen Stand der Klassen in China und Russland haelt.

Es ist hingegen ermutigend zu sehen, dass die echten Internationalisten weder den 17. Oktober verleugnen, noch Stalingrad, die spartakistische Revolution, die DDR, die chinesischen, kubanischen und vietnamesischen Revolutionen, noch die der Pariser Kommune und der jakobinischen Revolution, und dass sie weiterhin die rote, mit Hammer und Sichel geschmueckte Fahne der katastrophalen kapitalistischen Globalisierung entgegenhalten. Sie halten sie auch der EU entgegen, dieser gnadenlosen kontinentalen Diktatur, dominiert vom wiedererwachenden deutschen Imperialismus, mit der franzoesischen buergerlichen Macht als Komplizen, mit ihren Macrons und Fillons die die ehemaligen sozialistischen Staaten des Ostens zermalmen, aber auch die Voelker des Suedens, allen voran das Brudervolk in Griechenland, und natuerlich auch die deutsche und franzoesische Arbeiterschaft. Fuer die wirklich kommunistischen Aktivisten in Frankreich zielt der progressistische Bruch mit der Diktatur des Kapitals, die die EU und ihre strukturelle Verbundenheit mit der Nato ist, zielt dieser Bruch nicht auf ein Wiederaufleben des Nationalismus. Im Gegenteil, man muss aus der atlantischen EU austreten, um unseren Laendern zu ermoeglichen, in Freiheit zu kooperieren, in Gleichheit, mit allen Kontinenten, vor allem mit Afrika und den arabischen Staaten, und um dem europaeischen proletarischen Klassenkampft die bruederliche Hand hinzustrecken, ganz besonders mit dem Interesse, die Wiedergeburt der roten franzoesisch-deutschen Axe voranzutreiben, die vor 1940 von der kaempferischen Freundschaft von Ernst Thaelmann und Maurice Thorez gepraegt war, im Angesicht der Kollaboration von deutschen und franzoesischen Kapitalisten.

Denn wir franzoesischen Progressisten halten das humanistische und demokratische Deutschland in Ehren, das Land von Marx, von Engels, von Zetkin, Karl Liebknecht und Lucemburg, das Land von Bertolt Brecht, aber das Vaterland der groessten Philosophen und der groessten Musiker der modernen Menschheit, das Land dieser schoenen und praezisen deutschen Sprache, die so vielen wissenschaftlichen, musikalischen und philosophischen Fortschritt ermoeglicht hat. Eine Sprache, die wie die anderen europaeischen Sprachen bedroht ist von der Auferlegung des Business Globish, vorangetrieben von der transatlantischen Oligarchie, um Platz zu machen fuer den TAFTA, diesen grossen transatlantischen Markt, der schon bald in den deutschen Wahlen wiedererscheinen wird, und dessen Ziel es ist, die gesunde kulturelle Vielfalt der europaeischen Voelker zu ertraenken, in dem was Marx das "eisige Wasser des egoistischen Kalkuels" nannte.

Lasst uns gemeinsam den Frieden verteidigen, gegen diese europaeische, an die NATO gekoppelte Pseudo-Verteidigung, die nur ein weiteres Mittel ist, um das 4. euro-atlantische Reich im Drang nach Osten zu erweitern.

Und nun zum Schluss moechte ich unsere grossen Genossen gruessen, Heinz Kessler, ehemaliger Kaempfer der roten Arme, der ein treuer Minister der Ost-Deutschen Verteidigung ist, sowie auch den grossen proletarischen Historiker Kurt Gossweiler. Diese beiden antifaschistischen Leuchtfeuer sind, so wie unsere franzoesischen Genossen Léon Landini, Pierre Pranchère und Henriette Dubois-Gastaud, Ehrenmitglieder der internationalen kommunistischen Bewegung und ihr Leben der Geradlinigkeit zeigt den Voelkern auch weiterhin den Weg der Zukunft auf.

Und ich gruesse Euch alle mit den letzten Worten die Jean-Pierre Timbaud, des jungen Generalsekretaers der Metallgewerkschaft CGT und Leiter der kommunistischen Partei, von Nazis erschossen, der, bevor er durch die Kugeln fiel, ausschrie: "Es lebe die deutsche kommunistische Partei!". Und zuletzt moechte ich mit den Worten von Georges Dimitrov schliessen: "Die Kontra-Revolutionen sind nur Klammern der Geschichte, die Zukunft gehoert der Revolution".